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Mahn-Lifecycle — Stufen, Sperren, Eskalation

Der Mahnungs-Workflow in SpeamCore ist als stufen-basierter Vorschlag dokumentiert, mit klaren Eskalations-Triggern und sicheren Stopp-Mechanismen, damit kein guter Kunde versehentlich gemahnt wird. Die operative Umsetzung erfolgt manuell über Belegtypen und DATEV-Export.

Standard-Stufen

Mandant-spezifisch konfigurierbar — manche Firmen haben 4 Stufen, andere überspringen Stufe 1.

Pro Stufe — Ton und Inhalt

StufeTonInhaltMahn-GebührTrigger-Frist
1 — Zahlungs-Erinnerungfreundlich, neutral„Vielleicht übersehen, bitte begleichen"keineFälligkeit + 7 Tage
2 — 1. Mahnungbestimmt, formal„Bitte umgehend zahlen, bisherige Erinnerung erfolglos"5-10 €+ 14 Tage
3 — Letzte Mahnungklar, juristisch„Letzte Aufforderung, sonst Inkasso" + Inkasso-Drohung15-25 €+ 14 Tage
4 — Inkasso/Mahnbescheidgerichtlichwird an Inkasso-Büro / Anwalt übergebenhoch+ 30 Tage

Sperr-Mechanismus — wer wird NICHT gemahnt

SpeamCore hat mehrere Sperren eingebaut, damit gute Kunden nicht versehentlich gemahnt werden:

Auto-Sperren (System)

  • Bezahlt — sobald die OP geschlossen ist
  • Skonto-Frist läuft noch — wenn Kunde innerhalb der Skonto-Frist liegt
  • Hold-Status auf der Rechnung — manuelle Sperre durch Sachbearbeiter

Manuelle Sperren (Sachbearbeiter)

  • Kunden-Klärungs-Status — bei laufender Reklamation oder Verhandlung
  • Großkunden-Schutz — bei Top-Kunden VOR Mahn-Lauf manuell freigeben
  • Vereinbarung-Sperre — bei Stundungs-Vereinbarungen

Strategische Sperren (Buchhaltung-Leitung / GF)

  • Compliance-Sperre — bei laufendem Audit / Steuerprüfung
  • Insolvenz-Verdacht — nicht mehr mahnen sondern direkt Inkasso

Bulk-Lauf vs. Einzelmahnung

Wichtigste Regel: Bulk-Mahn-Lauf hat immer Vier-Augen-Prinzip — Sachbearbeitung erstellt, Leitung gibt frei.

Eskalations-Pfad

Wer?Wann?Was?
Buchhaltung-SBStufen 1+2 täglich/wöchentlichStandard-Mahnungs-Lauf
Buchhaltung-LeitungStufe 3 + auffällige PostenReview, Großkunden-Klärung
Vertriebbei Großkunden vor Stufe 2Persönliches Telefonat
GFInkasso-ÜbergabeStrategische Entscheidung
Anwalt / Inkasso-Büronach Stufe 3Gerichtliches Mahnverfahren

Bonität-Check als Vor-Stufe

Vor dem Mahn-Lauf lohnt der Bonitäts-Check der Top-Kunden — manche Probleme zeigen sich vor dem Mahn-Stufe-Sprung:

  • Zahlungs-Verhalten der letzten 12 Monate
  • Mahnstufen-Historie
  • Aktueller offener Betrag im Verhältnis zum Jahresumsatz
  • Externe Bonitäts-Indikatoren (z.B. Schufa, Creditreform — falls integriert)

Bei Auffälligkeit: lieber Vertrieb-Telefon als Mahnung.

GoBD- und Audit-Aspekte

Jede Mahnung wird im Audit-Log protokolliert mit:

  • Wer hat erzeugt + freigegeben (Vier-Augen)
  • An welchen Kunden
  • Welche Posten betroffen
  • Stufen-Sprung (von X auf Y)
  • Versand-Bestätigung

Bei juristischen Streit: Mahn-Verlauf nachvollziehbar, Mahn-Schritte vor Klage dokumentiert (juristische Voraussetzung für Mahnbescheid).

Profi-Tipps

  • Wöchentliche OP-Stunde im Kalender fest blocken — vor jedem Mahn-Lauf
  • Stichproben vor Bulk-Versand — 5 % der Kandidaten manuell prüfen
  • Großkunden-Whitelist im Kopf haben — vorher manuell freigeben
  • Skonto-Posten zuerst zahlen lassen — höchste Priorität
  • KI-Chat für Bonitäts-Übersicht: spart manuelle Recherche

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